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ADHS DIAGNOSTIK

ADHS verstehen – fundiert und differenziert.

Unaufmerksamkeit, Schwierigkeiten bei der Organisation des Alltags, innere Unruhe oder Impulsivität können den Schul-, Berufs- und Familienalltag erheblich beeinflussen. Gleichzeitig sind diese Merkmale nicht ausschließlich bei einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu finden.

 

ADHS zeigt sich individuell und kann sich je nach Alter, Lebenssituation und Persönlichkeit unterschiedlich äußern. Insbesondere bei Mädchen und Frauen bleibt ADHS aufgrund einer oft weniger auffälligen Symptomatik oder guter Kompensationsstrategien häufig lange unerkannt. Eine fachgerechte Diagnostik hilft dabei, Aufmerksamkeits-, Aktivitäts- und Impulsivitätsmerkmale strukturiert einzuordnen und andere mögliche Ursachen auszuschließen.

 

Weiters dient die diagnostische Abklärung dazu, konkrete Ursachen und Zusammenhänge nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen einzuordnen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht, möglichst rasch eine Diagnose zu stellen, sondern die persönliche Situation differenziert zu verstehen.

WANN IST EINE ADHS DIAGNOSTIK SINNVOLL?

Eine diagnostische Abklärung kann sinnvoll sein, wenn Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsprobleme den Alltag dauerhaft beeinträchtigen oder der Verdacht auf ADHS besteht.

 

Mögliche Fragestellungen sind unter anderem:

  • Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit über längere Zeit aufrechtzuerhalten

  • Probleme bei Planung, Organisation oder Zeitmanagement

  • häufiges Vergessen oder Verlieren von Gegenständen

  • ausgeprägte innere Unruhe oder Rastlosigkeit

  • impulsives Verhalten

  • das Gefühl, alltägliche Anforderungen nur mit großer Anstrengung bewältigen zu können

  • der Wunsch nach einer gewissenhaften diagnostischen Einordnung

 

Die Ausprägung der Symptome kann sich zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen deutlich unterscheiden. Nicht jede Konzentrationsschwierigkeit oder innere Unruhe ist Ausdruck einer ADHS.

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ADHS ZEIGT SICH UNTERSCHIEDLICH

ADHS kann sich sehr unterschiedlich äußern. Während bei manchen Menschen vor allem Hyperaktivität im Vordergrund steht, zeigen sich bei anderen überwiegend Unaufmerksamkeit, Schwierigkeiten in Organisation und Handlungsplanung, Probleme der Exekutivfunktionen (Planung, Organisation, Zeitmanagement, Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle) oder eine erschwerte Emotionsregulation.

 

Auch spezifische Kompensationsstrategien können dazu beitragen, dass ADHS über viele Jahre nicht erkannt oder zunächst anderen Ursachen zugeschrieben wird.

ADHS IM ERWACHSENENALTER

ADHS endet nicht mit dem Kindesalter. Viele Menschen erhalten ihre Diagnose erst im Erwachsenenalter. Nicht selten entsteht der erste Verdacht, nachdem das eigene Kind diagnostiziert wurde oder man sich intensiver mit dem Thema beschäftigt hat.

 

Im Rahmen der Diagnostik wird daher nicht nur die aktuelle Situation betrachtet, sondern die Entwicklung über die gesamte Lebensspanne einbezogen.

 

Nicht selten wurden die Beschwerden zuvor anderen Ursachen zugeschrieben oder bereits andere Diagnosen – beispielsweise Depressionen, Angststörungen oder Burnout – gestellt. Diese können unabhängig bestehen, gleichzeitig auftreten oder teilweise mit einer bislang nicht erkannten ADHS zusammenhängen.

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WIE LÄUFT EINE DIAGNOSTIK AB?

Die Diagnostik orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und wird individuell an das jeweilige Anliegen angepasst.

Je nach Fragestellung umfasst die Diagnostik unter anderem:

  • ausführliche klinische Gespräche

  • Erhebung der Entwicklungsanamnese

  • standardisierte diagnostische Interviews

  • evidenzbasierte Fragebögen

  • psychologische Testverfahren

  • bei Kindern und Jugendlichen Gespräche mit Eltern oder anderen Bezugspersonen sowie – wenn sinnvoll – Informationen aus dem schulischen Umfeld

Eine diagnostische Einschätzung entsteht durch die Gesamtschau aller erhobenen Informationen und nicht auf Grundlage eines einzelnen Testergebnisses.

WARUM REICHT EIN AUFMERKSAMKEITSTEST ALLEIN NICHT AUS?

ADHS ist eine klinische Diagnose. Standardisierte Testverfahren können wichtige Hinweise liefern, sie können eine ADHS jedoch weder allein bestätigen noch ausschließen.

Neben psychologischen Testverfahren werden die Entwicklungsgeschichte, die aktuelle Lebenssituation, das subjektive Erleben sowie die Auswirkungen der Beschwerden im Alltag berücksichtigt. Erst die gewissenhafte Einordnung aller Informationen ermöglicht eine fundierte diagnostische Beurteilung.

DIAGNOSTIK IM KINDES-, JUGEND- UND ERWACHSENENALTER

ADHS kann sich je nach Lebensalter unterschiedlich zeigen. Während bei Kindern häufig äußere Unruhe im Vordergrund steht, berichten Jugendliche und Erwachsene häufiger über innere Unruhe, Schwierigkeiten bei der Selbstorganisation oder anhaltende Konzentrationsprobleme.

 

Die diagnostische Vorgehensweise wird deshalb entsprechend Ihrer Situation an Alter, Entwicklung und persönliche Lebenssituation angepasst.

DIFFERENZIALDIAGNOSTIK

Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme können unterschiedliche Ursachen haben.

Sie können unter anderem im Zusammenhang mit Angststörungen, Depressionen, Schlafstörungen, chronischem Stress, Autismus-Spektrum-Störungen oder anderen psychischen beziehungsweise neuroentwicklungsbedingten Besonderheiten auftreten.

 

Eine strukturierte Differenzialdiagnostik ist daher ein wesentlicher Bestandteil jeder ADHS-Diagnostik. Ziel ist es, unterschiedliche Erklärungen systematisch zu prüfen und die individuelle Situation möglichst präzise einzuordnen.

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NACH DER DIAGNOSTIK

Nach Abschluss der Diagnostik erhalten Sie eine ausführliche Rückmeldung der Ergebnisse – sowohl persönlich als auch mittels schriftlichen Befundes.

Diese umfasst:

  • eine verständliche Erläuterung der diagnostischen Einschätzung

  • die Einordnung der Ergebnisse im persönlichen Lebenskontext

  • ausreichend Zeit für Ihre Fragen

  • Empfehlungen für mögliche Behandlungs- und Unterstützungsmaßnahmen

Mir ist wichtig, dass die Ergebnisse nachvollziehbar sind und eine hilfreiche Grundlage für weitere Entscheidungen bilden.

 

Auf Wunsch begleite ich Sie auch nach Abschluss der Diagnostik im Rahmen einer klinisch-psychologischen Behandlung oder psychologischen Beratung.

HÄUFIGE FRAGEN

Woran kann ich erkennen, ob eine ADHS-Diagnostik sinnvoll sein könnte?

Eine Abklärung kann sinnvoll sein, wenn Unaufmerksamkeit, Impulsivität, innere oder äußere Unruhe, Schwierigkeiten mit Selbstorganisation oder der Regulation von Aufmerksamkeit und Aktivität den Alltag nachhaltig beeinträchtigen. Einzelne dieser Merkmale kommen jedoch auch bei anderen psychischen oder neuroentwicklungsbedingten Fragestellungen vor.

Warum reicht ein Aufmerksamkeitstest nicht aus?

ADHS ist eine klinische Diagnose. Ein Aufmerksamkeitstest kann wichtige Hinweise liefern, eine ADHS jedoch weder allein bestätigen noch ausschließen. Für die diagnostische Beurteilung werden unter anderem Entwicklungsgeschichte, aktuelle Lebenssituation, subjektives Erleben und Auswirkungen im Alltag berücksichtigt.

Kann ADHS auch bei Erwachsenen diagnostiziert werden?

Ja. ADHS kann bis ins Erwachsenenalter bestehen und wird bei manchen Menschen erst später erkannt. Insbesondere gute Kompensationsstrategien können dazu beitragen, dass Schwierigkeiten lange weniger auffallen oder anders eingeordnet werden.

Kann ADHS gemeinsam mit Autismus auftreten?

Ja. ADHS und Autismus können gemeinsam auftreten. Gleichzeitig gibt es Überschneidungen einzelner Merkmale. Eine differenzierte Diagnostik berücksichtigt deshalb sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede und prüft mögliche zusätzliche oder alternative Erklärungen.

Kann sich der Verdacht auf ADHS auch nicht bestätigen?

Ja. Eine diagnostische Abklärung soll nicht nur prüfen, ob die Kriterien für ADHS erfüllt sind, sondern auch andere mögliche Ursachen der beschriebenen Schwierigkeiten berücksichtigen. Eine nicht bestätigte ADHS bedeutet daher nicht, dass die bestehenden Schwierigkeiten „eingebildet“ sind.

Erhalte ich einen schriftlichen Befund?

Ja. Nach Abschluss der Diagnostik erhalten Sie einen schriftlichen Befund sowie eine ausführliche persönliche Rückmeldung.

TERMIN VEREINBAREN

Wenn Sie Fragen zu einer ADHS-Diagnostik haben oder eine diagnostische Abklärung wünschen, freue ich mich darauf, Sie kennenzulernen.

 

Gemeinsam besprechen wir Ihr Anliegen und klären, welche diagnostischen Schritte in Ihrer jeweiligen Situation sinnvoll sind.

MAG. JULIA SCHRITTESSER

DIAGNOSTIK, BERATUNG UND BEHANDLUNG
 

SCHWERPUNKTE:
AUTISMUS-SPEKTRUM-STÖRUNGEN | ADHS
Kinder, Jugendliche und Erwachsene

 

Perkonigstraße 4 | 9400 Wolfsberg

Tel. 0670 65 50 611

praxis@schrittesser-psychologie.at

GUT ZU WISSEN:

✓ Kostenzuschuss durch die Krankenversicherung
    (je nach Versicherung und Voraussetzungen möglich)

✓ Unterstützung bei der Einreichung der Unterlagen

✓ Termine nach Vereinbarung

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